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Metamorphose

September 27, 2012

Vor ungefähr 4 Wochen brachte unsere Tochter ganz aufgeregt eine kleine „Rüebli-Raupe“ vom Schulweg mit nach Hause. Sie habe sie auf einem Fenchel bei den Nachbarn gefunden, und da wir letztes Jahr schon die gleichen in unserem Garten entdeckt hatten, und diese nachher verschwunden waren, müsse man diese nun retten.

So gleich erklärte ich ihr, dass aus dieser wunderschönen Raupe der seltene und auch grösste einheimische Schmetterling, nämlich der Schwalbenschwanz entsteht. Wir bauten aus einer grossen Salatschüssel ein kleines Terrarium, bestückten es mit etwas Holz und frischem Fenchelkraut, und in den nächsten Tagen kamen noch drei weitere „Kollegen“ der ersten Raupe dazu, womit es nun insgesamt 4 waren.

Im Internet schauten wir nach, wie der Vorgang der Metamorphose vor sich gehen soll, und wie wunderschön danach der Schmetterling aussehen wird. Was ich auch nicht wusste, der Schwalbenschwanz wird erst im nächsten Frühling ausschlüpfen, und somit in der Puppe den Winter verbringen.

Mit jedem Tag wurde mir irgendwie mehr bewusst, was doch dies für ein Wunder ist, ein Vorgang welcher bis heute noch nicht restlos geklärt ist! Eine unglaubliche Verwandlung finde ich, denn in nur wenigen Wochen oder Monaten verwandeln sich diese kleinen, trägen Raupen in einen traumhaften, farbigen Schmetterling, welcher ein völlig anderes Leben haben wird… und plötzlich mit Flügel eine für ihn völlig neue Welt entdecken darf! Irgendwie unglaublich!

Im übertragenen Sinn dachte ich mir, erlebt vielleicht jeder von uns manchmal ebenso seine kleinere oder grössere Metamorphose. Beobachtet man die Raupen genau, so sind sie fast pausenlos am „Arbeiten“ in dem sie Futter suchen und ständig in Bewegung sind. Ungefähr einen Tag vor dem Verpuppen hören sie von einem Moment zum anderen auf mit Essen, und kriechen unaufhörlich herum, um einen geeigneten Platz zu finden. Dann beginnt der ca. zwei Tage dauernde Verpuppungsprozess, welcher eine grosse Anstrengung zu sein scheint. Jetzt ist Ruhe und Geduld im sicheren Cocon gefragt. Und dies alles wird dann im Frühling mit dem Ausschlüpfen und dem Flug in eine Traumhafte Umgebung belohnt!

Zuerst der Wille, das Durchhaltevermögen, die Arbeit, und dann die Ruhe und vor allem Vertrauen und Geduld. Und danach die Freude und das Geniessen der neuen Fröhlichkeit!

In unserem Beruf können wir den Kunden leider keine Flügel wachsen lassen. Doch können wir versuchen, mit unserer Beratung ein wenig zu einer äusseren Verwandlung und der damit verbundenen Freude zu verhelfen.

Ich bedanke mich für Ihre Zeit, herzlichst Jörg Achhammer

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